Fehlerbehebung bei der Einmalanmeldung (SSO)

Hier zeigen wir Ihnen, wie Sie häufige Fehler beheben, die während der Integration oder Verwendung der Einmalanmeldung (SSO) in Google Workspace auftreten können, wenn Google der Dienstanbieter ist.

Konfiguration und Aktivierung

„Diese Domain ist nicht zur Verwendung der Einmalanmeldung konfiguriert.“

Dieser Fehler weist in der Regel darauf hin, dass Sie eine Version von Google Workspace verwenden, die die Einmalanmeldung nicht unterstützt, z. B. die alte, kostenlose Version der G Suite. Alle aktuellen Workspace-Versionen unterstützen die Einmalanmeldung (SSO) über einen externen Identitätsanbieter (IdP).

Wenn Sie eine Google Workspace-Version verwenden, die SSO unterstützt, probieren Sie die folgenden Lösungen aus:

  • Prüfen Sie, ob in der SSO-Konfiguration Ihres IdP der richtige Google Workspace-Domainname verwendet wird.
  • Wenn dieser Fehler auftritt, nachdem Sie SSO-Profile eingerichtet haben, ist Ihr IdP möglicherweise so konfiguriert, dass die SAML-Assertion an den Endpunkt des alten SSO-Profils gesendet wird. Wenn der alte SSO-Endpunkt in Ihrem IdP hartcodiert ist, gehen Sie so vor:
    1. Richten Sie Legacy-SSO ein.
    2. Bitten Sie Ihren IdP-Anbieter, die Google-Integration zu aktualisieren.

"Auf dieses Konto kann nicht zugegriffen werden, da die Domain nicht richtig konfiguriert ist. Bitte versuchen Sie es später noch einmal."

Diese Fehlermeldung weist darauf hin, dass Sie die Einmalanmeldung in der Google Admin-Konsole nicht korrekt eingerichtet haben. Führen Sie die folgenden Schritte durch, um den Fehler zu beheben:

  1. Wählen Sie in der Admin-Konsole Sicherheit und dann Einmalanmeldung (SSO) mit einem externen Identitätsanbieter einrichten aus und setzen Sie das Häkchen bei Einmalanmeldung (SSO) mit externem Identitätsanbieter einrichten.
  2. Geben Sie die URL für die Anmeldeseite, die Abmeldeseite und die Seite zur Passwortänderung Ihrer Organisation in den jeweiligen Feldern an.
  3. Wählen Sie eine Datei mit einem gültigen Bestätigungszertifikat aus und laden Sie sie hoch.
  4. Klicken Sie auf Speichern. Warten Sie anschließend einige Minuten, bis Ihre Änderungen wirksam werden, und testen Sie Ihre Integration danach noch einmal.

Google-Mandanten mit verbotenem Präfix konfiguriert

Wenn bei iOS-Anwendungen die URL der SSO-Anmeldeseite mit „google.“ oder einer Abwandlung davon beginnt, wird die Google iOS-App zu Safari weitergeleitet. Dadurch treten Fehler beim SSO-Vorgang auf. Folgende Präfixe sollten daher nicht verwendet werden:

  • googl.
  • google.
  • www.googl.
  • www.google.

URLs für Seiten zur Einmalanmeldung (SSO), die mit diesen Präfixen beginnen, müssen geändert werden.

Nutzer wird unerwartet an einen externen IdP statt an die Google-Anmeldung weitergeleitet

Wenn ein Nutzer zu einem Drittanbieter-IdP weitergeleitet wird, nachdem Sie ihn aus einer SSO-Gruppe entfernt oder SSO für seine Gruppe oder Organisationseinheit deaktiviert haben, prüfen Sie die folgenden Punkte in der Admin-Konsole:

  • Gruppenpriorität: Gehen Sie zu SSO-Profilzuweisungen verwalten und dann Gruppen und prüfen Sie, ob der Nutzer einer anderen Gruppe angehört, die in der Gruppenliste eine höhere Priorität hat. Wenn ein Nutzer mehreren Gruppen angehört, hat die Gruppe mit der höchsten Priorität Vorrang. Geben Sie der Gruppe, für die SSO deaktiviert ist, eine höhere Priorität als der Gruppe, die das externe SSO-Profil verwendet, oder entfernen Sie den Nutzer aus der SSO-Gruppe mit höherer Priorität.
  • Verschachtelte Gruppenmitgliedschaft: Prüfen Sie, ob der Nutzer zu einer untergeordneten Gruppe gehört, die in einer übergeordneten Gruppe mit SSO-Zuweisung verschachtelt ist. Nutzer übernehmen das SSO-Profil aller übergeordneten Gruppen, zu denen sie gehören. Entfernen Sie den Nutzer aus der untergeordneten Gruppe oder weisen Sie der untergeordneten Gruppe direkt ein SSO-Profil zu und geben Sie der untergeordneten Gruppe in der Liste eine höhere Priorität als der übergeordneten Gruppe.
  • Vererbung von Organisationseinheiten: Wenn der Nutzer keiner Gruppe zugewiesen ist, prüfen Sie das SSO-Profil, das seiner Organisationseinheit zugewiesen ist. Wenn die Organisationseinheit des Nutzers einem externen SSO-Profil zugewiesen ist, verschieben Sie den Nutzer in eine Organisationseinheit, in der SSO deaktiviert ist, oder deaktivieren Sie SSO für die Organisationseinheit des Nutzers.
Es kann bis zu 24 Stunden dauern, bis Änderungen wirksam werden, meistens geht es jedoch schneller. Weitere Informationen

SAML-Antwort parsen

"Der erforderliche Anwortparameter SAMLResponse fehlte."

Diese Fehlermeldung gibt an, dass Ihr Identitätsanbieter keine gültige SAML-Antwort an Google sendet. Höchstwahrscheinlich liegt ein Problem mit der Konfiguration des Identitätsanbieters vor.

  • Prüfen Sie die Protokolle des Identitätsanbieters auf Probleme, die die Übermittlung der SAML-Antwort behindern.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Identitätsanbieter keine verschlüsselte SAML-Antwort an Google Workspace sendet. Google Workspace akzeptiert nur unverschlüsselte SAML-Antworten. Beachten Sie, dass beispielsweise in den Standardkonfigurationen von Microsoft Active Directory Federation Services 2.0 häufig verschlüsselte SAML-Antworten festgelegt sind.

"Der erforderliche Antwortparameter RelayState fehlte."

Gemäß der SAML 2.0-Spezifikation müssen Identitätsanbieter einen RelayState-URL-Parameter von Ressourcenanbietern (z. B. Google Workspace) abrufen und zurücksenden. Google Workspace stellt diesen Wert dem Identitätsanbieter in der SAML-Anfrage zur Verfügung. Der genaue Inhalt kann bei jeder Anmeldung variieren. Damit die Authentifizierung erfolgreich ist, muss der exakte RelayState-Wert in der SAML-Antwort angegeben werden. Gemäß der SAML-Standardspezifikation darf Ihr Identitätsanbieter den RelayState-Wert während der Anmeldung nicht verändern.

  • Das Problem kann mithilfe der HTTP-Header, die bei einem Anmeldeversuch erscheinen, noch ausführlicher diagnostiziert werden. Extrahieren Sie den RelayState-Wert aus den HTTP-Headern der SAML-Anfrage und der SAML-Antwort. Diese RelayState-Werte sollten übereinstimmen.
  • Die meisten Identitätsanbieter für die Einmalanmeldung, die kommerziell oder als Open-Source-Software verfügbar sind, übertragen den RelayState-Wert standardmäßig ohne Änderungen. Für eine optimale Sicherheit und Zuverlässigkeit empfehlen wir Ihnen, eine dieser offiziellen Lösungen zu verwenden. Für SSO-Software, die Sie selbst entwickelt haben, können wir keinen Support anbieten.

Inhalte der SAML-Antwort

"Auf den Dienst kann nicht zugegriffen werden, da Ihre Anmeldeanfrage ungültige [Destination|Audience|Recipient]-Daten enthielt. Melden Sie sich an und versuchen Sie es erneut.“

Diese Fehlermeldung weist darauf hin, dass die Elemente Destination, Audience oder Recipient in der SAML-Assertion ungültige Informationen enthielten oder leer waren. Es müssen jedoch alle Elemente in der SAML-Assertion vorhanden sein. In den folgenden Tabellen unter Anforderungen für SSO-Assertions finden Sie Beschreibungen und Beispiele für jedes Element:

"Auf diesen Dienst kann nicht zugegriffen werden, da Ihre Anmeldeanfrage keine Empfängerdaten enthielt. Melden Sie sich an und versuchen Sie es noch einmal."

Diese Fehlermeldung weist in der Regel darauf hin, dass die SAML-Antwort vom Identitätsanbieter keinen lesbaren Wert für Recipient enthält bzw. dass der Wert für Recipient in der SAML-Antwort nicht korrekt ist. Der Recipient-Wert ist eine wichtige Komponente der SAML-Antwort.

  1. Das Problem kann mithilfe der HTTP-Header, die bei einem Anmeldeversuch erscheinen, noch ausführlicher diagnostiziert werden.
  2. Extrahieren Sie die SAML-Anfrage und -Antwort aus den HTTP-Headern.
  3. Stellen Sie sicher, dass der Empfängerwert in der SAML-Antwort vorhanden ist und mit dem Empfängerwert der SAML-Anfrage übereinstimmt.

Hinweis: Diese Fehlermeldung erscheint möglicherweise auch in der Form „Auf diesen Dienst kann nicht zugegriffen werden, da Ihre Anmeldeanfrage ungültige Empfängerdaten enthielt. Melden Sie sich an und versuchen Sie es erneut.“

„Auf dieses Konto kann nicht zugegriffen werden, da die Anmeldedaten nicht verifiziert werden konnten.“

Dieser Fehler weist auf ein Problem mit den Zertifikaten hin, die Sie zum Signieren des Authentifizierungsablaufs verwenden. Das bedeutet in der Regel, dass der private Schlüssel, der zum Signieren der SAML-Antwort verwendet wurde, nicht mit dem Public-Key-Zertifikat übereinstimmt, das in Google Workspace hinterlegt ist.

Diese Fehlermeldung kann ebenfalls auftreten, wenn die SAML-Antwort keinen gültigen Nutzernamen eines Google-Kontos enthält. Die SAML-Antwort wird in Google Workspace im Hinblick auf ein XML-Element namens NameID geparst. Dabei wird erwartet, dass dieses Element einen Google Workspace-Nutzernamen oder eine vollständige Google Workspace-E-Mail-Adresse enthält.

  • Prüfen Sie, ob Sie ein gültiges Zertifikat in Google Workspace hochgeladen haben, und ersetzen Sie es gegebenenfalls. Wählen Sie in der Google Admin-Konsole Sicherheit und dann Einmalanmeldung (SSO) mit einem externen Identitätsanbieter einrichten aus und klicken Sie auf Zertifikat ersetzen.
  • Wenn Sie im Element NameID eine vollständige E-Mail-Adresse verwenden – was erforderlich ist, falls Sie die Einmalanmeldung in einer Umgebung mit mehreren Domains verwenden –, dann sollte im Attribut Format des Elements NameID explizit angegeben werden, dass eine vollständige E-Mail-Adresse verwendet wird. Beispiel: Format="urn:oasis:names:tc:SAML:1.1:nameid-format:emailAddress".
  • Das Element NameID sollte nur einen gültigen Nutzernamen oder eine gültige E-Mail-Adresse enthalten. Um sicherzugehen, extrahieren Sie die SAML-Antwort, die Sie an Google Workspace senden, und prüfen Sie den Wert des Elements NameID.
  • Bei NameID wird zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden. Achten Sie darauf, dass die SAML-Antwort „NameID“ mit einem Wert füllt, der der Groß- und Kleinschreibung des Google Workspace-Nutzernamens oder der Google Workspace-E-Mail-Adresse entspricht.
  • Falls die SAML-Assertion vom Identitätsanbieter verschlüsselt wird, sollten Sie die Verschlüsselung deaktivieren.
  • Achten Sie darauf, dass die SAML-Antwort keine nicht standardmäßigen ASCII-Zeichen enthält. Dieses Problem tritt am häufigsten in den Attributen „DisplayName“, „GivenName“ und „Surname“ in „AttributeStatement“ auf. Beispiel:
    • <Attribute Name="http://schemas.microsoft.com/identity/claims/displayname">
      <AttributeValue>Blüte, Eva</AttributeValue> </Attribute>
    • <Attribute Name="http://schemas.xmlsoap.org/ws/2005/05/identity/claims/surname">
      <AttributeValue>Blüte</AttributeValue> </Attribute>

Weitere Informationen zum Formatieren des Elements NameID finden Sie im Hilfeartikel Erforderliche SSO-Assertions.

"Auf diesen Dienst kann nicht zugegriffen werden, da Ihre Anmeldedaten abgelaufen sind. Melden Sie sich an und versuchen Sie es erneut.“

Aus Sicherheitsgründen muss die Einmalanmeldung innerhalb eines bestimmten Zeitfensters abgeschlossen werden; andernfalls wird die Authentifizierung fehlschlagen. Wenn Ihr Identitätsanbieter eine falsche Uhrzeit verwendet, liegen die meisten Anmeldeversuche außerhalb des gültigen Zeitfensters, sodass die Authentifizierung scheitert und die obige Fehlermeldung erscheinen wird.

  • Stellen Sie sicher, dass der Server Ihres Identitätsanbieters die korrekte Uhrzeit verwenden. Diese Fehlermeldung deutet höchstwahrscheinlich darauf hin, dass der Identitätsanbieter eine falsche Uhrzeit verwendet. Dadurch wird die SAML-Antwort mit einem fehlerhaften Zeitstempel versehen.
  • Synchronisieren Sie die Uhrzeit des betreffenden Servers noch einmal mit einem zuverlässigen Internetzeitserver. Falls dieses Problem plötzlich in einer Produktionsumgebung auftritt, ist dies häufig darauf zurückführen, dass die letzte Zeitsynchronisierung fehlgeschlagen ist und der Server daher eine falsche Uhrzeit verwendet. Sie können das Problem beheben, indem Sie die Uhrzeit noch einmal (mit einem zuverlässigen Zeitserver) synchronisieren.
  • Dieses Problem kann ebenfalls auftreten, wenn Sie die SAML-Informationen aus einem vorherigen Anmeldeversuch noch einmal senden. Die SAML-Anfrage und die SAML-Antwort, deren Werte Sie den HTTP-Headerprotokollen im Rahmen eines Anmeldeversuchs entnehmen können, bieten weitere Informationen zur Fehlerbehebung.

"Auf diesen Dienst kann nicht zugegriffen werden, da Ihre Anmeldedaten noch nicht gültig sind. Melden Sie sich an und versuchen Sie es erneut.“

Aus Sicherheitsgründen muss die Einmalanmeldung innerhalb eines bestimmten Zeitfensters abgeschlossen werden; andernfalls wird die Authentifizierung fehlschlagen. Wenn Ihr Identitätsanbieter eine falsche Uhrzeit verwendet, liegen die meisten Anmeldeversuche außerhalb des gültigen Zeitfensters, sodass die Authentifizierung scheitert und die obige Fehlermeldung erscheinen wird.

  • Stellen Sie sicher, dass der Server Ihres Identitätsanbieters die korrekte Uhrzeit verwenden. Diese Fehlermeldung deutet höchstwahrscheinlich darauf hin, dass der Identitätsanbieter eine falsche Uhrzeit verwendet. Dadurch wird die SAML-Antwort mit einem fehlerhaften Zeitstempel versehen.
  • Synchronisieren Sie die Uhrzeit des betreffenden Servers noch einmal mit einem zuverlässigen Internetzeitserver. Falls dieses Problem plötzlich in einer Produktionsumgebung auftritt, ist dies häufig darauf zurückführen, dass die letzte Zeitsynchronisierung fehlgeschlagen ist und der Server daher eine falsche Uhrzeit verwendet. Sie können das Problem beheben, indem Sie die Uhrzeit erneut synchronisieren (nach Möglichkeit mit einem verlässlicheren Zeitserver).