Zugriff auf Privatnutzerkonten blockieren

Als Administrator können Sie verhindern, dass Nutzer sich mit anderen Konten als den von Ihnen bereitgestellten in Google Workspace- und Google Cloud-Diensten anmelden. Wenn z. B. Nutzer in Ihrem Unternehmensnetzwerk ihre privaten Gmail-Konten oder ein verwaltetes Google-Konto aus einer anderen Domain nicht verwenden sollen.

Hinweis:Wenn Sie den Zugriff auf Privatnutzerkonten blockieren, erhalten Nutzer möglicherweise die folgende Fehlermeldung: „In diesem Netzwerk ist eine Anmeldung mit diesem Konto nicht möglich“.

Zugriff nur von bestimmten Domains zulassen

Für ChromeOS-Geräte verfügbar.

So ermöglichen Sie Nutzern, nur über ein Konto aus einer Liste bestimmter Google Workspace-Domains auf Google-Dienste zuzugreifen:

Hinweis:Wenn Sie für diese Einstellung eine Abteilung oder ein Team einrichten möchten, lesen Sie den Hilfeartikel Organisationseinheit hinzufügen.

  1. Öffnen Sie das Dreistrich-Menü  und dann Geräte > Chrome > Einstellungen.

    Hierfür ist die Administratorberechtigung Mobilgeräteverwaltung erforderlich.

  2. Optional: Wenn Sie die Einstellung auf eine Abteilung oder ein Team anwenden möchten, wählen Sie an der Seite eine Organisationseinheit aus.
  3. Gehen Sie zu Nutzererfahrung und dann In sekundären Konten anmelden.
  4. Wählen Sie Nutzer dürfen sich nur in den unten festgelegten Google Workspace-Domains anmelden aus.
  5. Geben Sie die Domains Ihrer Organisation ein. Andernfalls haben Ihre Nutzer möglicherweise keinen Zugriff auf Google-Dienste. Hinweis:gserviceaccounts.com ist enthalten und für authentifizierte Dienstkonten entscheidend.
  6. Optional: Wenn Sie zulassen möchten, dass sich gmail.com-Konten und Privatnutzerkonten mit geschäftlichen Adressen in den von Ihnen aufgeführten Workspace-Domains anmelden, fügen Sie consumer_accounts hinzu.
  7. Optional: Wenn Sie zulassen möchten, dass E‑Mail-Adressen, die nicht mit einem Google-Konto verknüpft sind, an Drive-Dateien und ‑Ordnern mitarbeiten können, wählen Sie eine Option aus:

  8. Klicken Sie auf Speichern.

Neue Einstellungen werden normalerweise innerhalb weniger Minuten übernommen. Es kann jedoch bis zu eine Stunde dauern, bis die Einstellung auf alle Nutzer angewendet wird.

Nächste Schritte

  • In den Einstellungen für Nutzer und Browser können Sie verhindern, dass Nutzer im Inkognitomodus surfen. Gehen Sie zu Inkognitomodus und dann Inkognitomodus nicht zulassen und klicken Sie auf Speichern. Weitere Informationen finden Sie im Hilfeartikel Inkognitomodus.
  • Legen Sie eine Anmeldebeschränkung fest, damit sich nur Nutzer in Ihrer Organisation auf Geräten mit ChromeOS anmelden können. Weitere Informationen
  • Deaktivieren Sie den Gastmodus auf den Geräten. Weitere Informationen zum Gastmodus

Konten mithilfe eines Webproxyservers blockieren

Schritt 1: Webproxyserver auswählen

Damit Nutzer in Ihrem Netzwerk nur über bestimmte Google-Konten Ihrer Domain auf Google-Dienste zugreifen können, benötigen Sie einen Webproxyserver, der Folgendes kann:

  • Jeglichem an *.google.com gerichteten Traffic einen Header hinzufügen. Der Header gibt die Domains an, von denen Nutzer auf Google-Dienste zugreifen können.
  • SSL abfangen: Da der Großteil des durch den Google-Dienst verarbeiteten Traffics verschlüsselt ist, muss Ihr Proxyserver auch in der Lage sein, SSL abzufangen.

Lesen Sie am besten die Anleitung zum Blockieren von Google-Diensten für die folgenden Proxydienstanbieter und wählen Sie einen Server aus, der Ihren Anforderungen entspricht.

Schritt 2: Netzwerk zum Blockieren bestimmter Konten konfigurieren

So hindern Sie Nutzer daran, sich bei Google-Diensten mit anderen Konten als den explizit von Ihnen angegebenen anzumelden:

  1. Leiten Sie jeglichen zu *.google.com ausgehenden Traffic über Ihre Webproxyserver.
  2. Aktivieren Sie das Abfangen von SSL auf dem Proxyserver.
  3. Konfigurieren Sie jedes Clientgerät so, dass es Ihrem SSL-Proxy vertraut:
    1. Stellen Sie die interne Stammzertifizierungsstelle bereit, die vom Proxy verwendet wird.
    2. Kennzeichnen Sie sie als vertrauenswürdig.
  4. Bei jeder Anfrage für *.google.com:
    1. Fangen Sie die Anfrage ab.
    2. Fügen Sie den HTTP-Header X-GoogApps-Allowed-Domains: gefolgt von einer CSV-Liste (Comma Separated Values) mit zugelassenen Domainnamen hinzu.
       Prüfen Sie, ob die Liste die bei Google Workspace registrierte Domain sowie alle sekundären Domains enthält, die Sie möglicherweise angegeben haben.
      Beispiel: X-GoogApps-Allowed-Domains: mydomain1.com, mydomain2.com
  5. Damit Nutzer sich in bestimmten Konten anmelden können, fügen Sie dem Header die folgenden Werte hinzu:
    • domain_name (für Konten in bestimmten Domains, z. B. altostrat.com oder tenorstrat.com für Konten, die auf @altostrat.com bzw. @tenorstrat.com enden)
    • consumer_accounts (für private Google-Konten, z. B. @gmail.com oder @googlemail.com)
    • visitor_accounts für Google-Gastkonten
      Wenn Sie Nutzern erlauben möchten, sich in Gastkonten anzumelden, aber Privatnutzerkonten blockieren möchten, fügen Sie visitor_accounts in den Header ein und schließen Sie consumer_accounts aus.
    • gserviceaccounts.com (für authentifizierte Dienstkonten)
  6. Optional: Erstellen Sie eine Proxyrichtlinie, damit Nutzer nicht ihre eigenen Header einfügen.

Hinweis:

  • Mit dieser Vorgehensweise ist die Zugangsberechtigung zu allen Nutzerdiensten von Google mit Ausnahme der Google Suche blockiert. Der anonyme Zugriff wird jedoch nicht unbedingt verhindert.
  • Wenn Sie den HTTP-Header X-GoogApps-Allowed-Domains hinzufügen, erhalten Nutzer Fehlermeldungen, wenn sie über eine Domain, die nicht im Header enthalten ist, auf delegierte Postfächer zugreifen.
  • Google Cloud-Dienste unterstützen den Header X-GoogApps-Allowed-Domains. Dadurch wird der Anmeldezugriff von Nutzern auf die Google Cloud Console, die gcloud CLI und zugehörige Tools eingeschränkt.

Häufig gestellte Fragen

Was geschieht, wenn versucht wird, über nicht autorisierte Konten auf Dienste zuzugreifen?

Wenn ein Nutzer versucht, über ein nicht autorisiertes Konto auf Google-Dienste zuzugreifen, wird ihm eine Webseite angezeigt, auf der:

  • Eine Beschreibung des nicht verfügbaren Dienstes
  • Angaben zum nicht autorisierten Konto
  • Eine Liste der Domains, in denen der Dienst verfügbar ist
  • Die Empfehlung, sich an einen Netzwerkadministrator zu wenden sowie sich aus dem nicht autorisierten Konto abzumelden und sich anschließend im autorisierten Konto neu anzumelden

Was passiert mit Diensten, für die keine Authentifizierung erforderlich ist?

Google führt keine Liste blockierter Dienste. Wenn für einen bestimmten Dienst eine Anmeldung erforderlich ist, wird der Zugriff blockiert. Dienste, für die keine Authentifizierung erforderlich ist, z. B. die Google Suche und YouTube, werden nicht blockiert.

Warum kann ich den Traffic nicht einfach filtern?

Eine gängige Methode zum Blockieren des Zugriffs auf Webdienste ist die Verwendung eines Webproxyservers zum Filtern von Traffic, der an bestimmte URLs gerichtet ist. Dieser Ansatz funktioniert in diesem Fall nicht, da legitimer Traffic von einem verwalteten Google-Konto eines Nutzers an dieselbe URL gesendet wird wie der Traffic, den Sie blockieren möchten.


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