Hinweise zur Domainübertragung

Bevor Sie mit Google Workspace Domain Transfer beginnen, sollten Sie sich mit den folgenden Punkten vertraut machen.

Funktion Hinweise
Alpha- und Betaprogramme
  • Google Workspace Domain Transfer überträgt keine Registrierungen für Alpha- oder Betaprogramme.
  • Wenn es bestimmte Programme gibt, für die entweder die Quell- oder die Zielumgebung registriert ist und die jeweils andere Umgebung nicht, muss sich die nicht registrierte Umgebung für diese Programme bewerben und in diese aufgenommen werden.
  • Wenn die Zielumgebung für domainspezifische Programme registriert ist, müssen alle neuen Quelldomains zugelassen werden.
  • Wir empfehlen, die Registrierung vor der Übertragung durchzuführen, damit es für zu übertragende Nutzerkonten nicht zu Unterbrechungen während der Übertragung kommt und die Nutzer weiterhin alle Funktionen verwenden können.
Google Cloud
  • Nach der Übertragung gelten Nutzer und Gruppen der Quellumgebung als extern für die Google Cloud-Organisation, die mit der Quellumgebung oder der Platzhalterdomain verknüpft ist.
  • Die Migration von Google Cloud-Projekten kann je nach Art der Projekte ein komplexer Prozess sein. Wenn eine Migration erforderlich ist, kann sie vor oder nach der Übertragung erfolgen. Es wird aber empfohlen, die beiden Projekte nicht miteinander zu koppeln. Ihr Google Cloud-Ansprechpartner kann den Kontakt zu einem Team bei Google herstellen, das die Migration von Google Cloud-Projekten betreut.
  • Google Cloud-Projekte, die mit Apps Script-Dateien verknüpft sind, verbleiben in der Quellumgebung.

Weitere Informationen zur Interaktion von Domain Transfer mit Google Cloud

Nutzer
  • Gelöschte Nutzer werden nicht übertragen.
  • Sie sollten innerhalb der 48 Stunden vor der Übertragung keine Nutzer aus der Quellumgebung löschen oder wiederherstellen. Das Löschen oder Wiederherstellen kann die Übertragung verzögern.

    Tipp: Wir empfehlen Ihnen, alle gelöschten Nutzer wiederherzustellen und stattdessen zu sperren oder zu archivieren. Sie müssen den Vorgang mindestens 48 Stunden vor der Übertragung abgeschlossen haben, damit Nutzer in die Zielumgebung übertragen werden. Anschließend können Sie sie wiederherstellen oder löschen, wenn die Übertragung abgeschlossen ist.

  • Gelöschte Nutzer können in der Quellumgebung nach der Übertragung nicht wiederhergestellt werden, da die mit den Nutzern verknüpfte Quelldomain nicht mehr vorhanden ist.
Google Groups
  • Alle Gruppen mit dem Domainnamen einer zu übertragenden Domain werden in die Zielumgebung übertragen.
  • Wenn eine Gruppe „alle Nutzer in der Quelle“ enthält, werden nach der Übertragung alle Nutzerkonten in der Zielumgebung eingeschlossen.
  • Es können davon auch andere Dienste betroffen sein (z. B. Kalender durch den Kalendertermin eines Gruppenmitglieds).

Weitere Informationen zur Interaktion von Domain Transfer mit Google Groups

Probleme mit Google Workspace Besucherkonten, die für die PIN-Codefreigabe verwendet werden, können dazu führen, dass das Umbenennen von übertragenen Nutzerkonten im Ziel nicht funktioniert.
Identität
  • Das Zusammenführen und Deduplizieren von Identitäten und deren Konten während der Übertragung wird nicht unterstützt. Weitere Informationen
  • Bereitstellungssysteme und externe Identitätsanbieter (z. B. Okta) müssen aktualisiert werden, damit die übertragenen Nutzerkonten in der Zielumgebung berücksichtigt werden.
  • Drittanbietersysteme werden von Google nicht für die Übertragung konfiguriert.
Lizenzen
  • Bei nicht unterstützten Lizenzen wie Google Meet-Hardware wird der Austausch zwischen der primären Domain und der Platzhalterdomain blockiert.
  • Die Beschaffung neuer Lizenzen, die Auflösung von Offline-Vereinbarungen und die Vermeidung zusätzlicher Lizenzkosten sind nicht Gegenstand des Übertragungsprozesses.
Richtlinien und Einstellungen
  • Die meisten Richtlinien und Einstellungen aus der Quellumgebung werden bei der Übertragung nicht einbezogen.
  • Dazu gehören z. B. die Aktivierung von Diensten und Funktionen nach Organisationseinheit oder Gruppe, E-Mail-Routing, Compliance- und DLP-Regeln, Google Drive- oder OAuth-Zugriffslisten, Passwörter, vertrauenswürdige Anwendungen, SSO für SAML und Speicherorte für Daten.
Gmail Routingregeln für Gmail in der Zielumgebung können während der Übertragung zu Problemen bei der E-Mail-Zustellung führen. Wenn Nutzer und Aliase übertragen werden, können Einschränkungen E-Mails für die Quelldomain abfangen, falsch weiterleiten oder verwerfen.

So beheben Sie das Problem, bevor Sie die Übertragung starten:

  1. Öffnen Sie in der Admin-Konsole das Dreistrich-Menü und dann Apps und dann Google Workspace und dann Gmail und dann Routing.

    Hierfür ist die Administratorberechtigung für die Gmail-Einstellungen erforderlich.

  2. Klicken Sie auf Deaktivieren , um alle allgemeinen Routingregeln oder Einstellungen für unbekannte Empfänger zu deaktivieren.
  3. Klicken Sie auf Aktivieren , um die Einstellungen wieder zu aktivieren, wenn die Übertragung abgeschlossen und der E-Mail-Verkehr überprüft wurde.
Google Drive Für übertragene Drive-Daten werden automatisch die Zugriffsberechtigungen verwendet, die in der Zielumgebung festgelegt sind. Wenn in der Zielumgebung strenge Freigabeeinschränkungen gelten, z. B. eine blockierte oder eingeschränkte externe Freigabe, verlieren externe Mitarbeiter den Zugriff auf die übertragenen Dateien. So beheben Sie das Problem:
  1. Öffnen Sie in der Admin-Konsole das Dreistrich-Menü und dann Apps und dann Google Workspace und dann Drive und Docs.

    Hierfür ist die Administratorberechtigung für Drive und Docs erforderlich.

  2. Klicken Sie auf Gemeinsame Einstellung und dann Freigabe außerhalb von (Domainname).
  3. Klicken Sie auf das Kästchen Wenn die Freigabe außerhalb von (Domainname) erlaubt ist, können Nutzer in (Domainname) Dateien und veröffentlichte Webinhalte für jeden sichtbar machen, der über den Link verfügt.
Übertragungsoptionen
  • Wenn die Übertragungsoption „Ohne“ für die Google Drive-Linkfreigabe ausgewählt war, verlieren Nutzer den Zugriff auf Dokumente, wenn sie nicht direkt für sie freigegeben wurden. Weitere Informationen
  • Das Upgrade von Lizenzen kann dazu führen, dass Google Vault aktiviert wird und die Vault-Regeln für die Quellumgebung hinzugefügt werden müssen, auch wenn die Umgebung Vault nicht nutzt.
ACL-Aktualisierungen

Nach einer Übertragung kann es länger dauern, bis die Access Control List (ACL) für Google Drive aktualisiert wird, oder die Aktualisierung wird beendet, wenn in der Zielumgebung restriktive Freigaberichtlinien gelten, z. B. Vertrauensregeln, strenge Zulassungslisten oder Einstellungen, die die externe Freigabe blockieren. Auch verwaiste Dateien können zu Verzögerungen führen.

Problembehebung:

  • Bevor Sie die Aktualisierung starten, sollten Sie die Einschränkungen für die externe Freigabe in Drive reduzieren und die Zulassungslisten in der Zielumgebung erweitern.
  • Wenn die Domainübertragung und die ACL-Aktualisierung abgeschlossen sind, setzen Sie Ihre ursprünglichen Sicherheitsrichtlinien und Vertrauensregeln zurück.
  • Wenn das Problem nach der Übertragung weiterhin besteht, reduzieren oder beenden Sie alle restriktiven Richtlinien in der Zielumgebung, bis die ACL-Aktualisierung abgeschlossen ist.

Auswirkungen auf Lizenzen

Wenn Google Workspace Domain Transfer verwendet wird, hat dies auch Auswirkungen auf Lizenzen.

Teilweise Domainlizenzierung

Hierbei weisen Administratoren nur einem Teil der aktiven Nutzer Lizenzen zu. Dabei sind mehrere Punkte zu beachten:

  • Nicht alle Google Workspace- oder G Suite-Lizenzen können zusammen mit anderen Lizenzen verwendet werden.
    • Google Workspace-Lizenzen können nicht mit alten G Suite-Lizenzen gemischt werden.
    • Enterprise Plus- und Enterprise Standard-Lizenzen können nicht parallel zu Business Plus- und Business Standard-Lizenzen verwendet werden.
    • Essentials Starter-, Essentials-, Enterprise Essentials- und Enterprise Essentials Plus-Lizenzen können nicht zusammen mit anderen Google Workspace- oder G Suite-Lizenzen verwendet werden.
  • Grundsätzlich gilt: Nur Zusatzlizenzen wie z. B. für Chrome Enterprise, Google Meet oder Vault Former Employee können mit primären Lizenzen kombiniert werden.

Löschen von Dienstdaten

Wenn ein Downgrade für eine Google Workspace-Kontolizenz ausgeführt wird, wird möglicherweise die Löschung von Dienstdaten ausgelöst.

Dabei werden alle Kundendaten entfernt, die mit dem deaktivierten Google-Dienst in der Google Workspace-Version mit dem Downgrade verknüpft sind. Das ist ein rechtliches Erfordernis, das erfüllt sein muss, wenn die EU-Datenschutz-Grundverordnung greift.

Google ermittelt, wann für ein Konto die Löschung von Dienstdaten ausgeführt werden muss. Der Kunde startet das Löschen von Dienstdaten beim Downgrade. Google prüft sowohl das Downgrade als auch die Löschung von Dienstdaten, bevor die Übertragung fortgesetzt wird.

Der Vorgang dauert bis zu 90 Tage und kann nicht beschleunigt werden. Wenn ein Downgrade erforderlich ist, muss es vor der Übertragung gestartet und abgeschlossen werden. Die beiden Prozesse können nicht parallel ablaufen. Werden Dienstdaten gelöscht, verzögert sich die Domainübertragung entsprechend.