Schutz vor Datenverlust für Google Drive

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Mit dem Schutz vor Datenverlust (Data Loss Prevention, DLP) für Google Drive können Sie Datenschutzregeln erstellen, um Datenverluste zu verhindern und die Freigabe vertraulicher Daten in Drive-Dateien zu steuern.

Wie funktioniert DLP für Google Drive?

  • Sie erstellen Datenschutzregeln, um die sensiblen Inhalte in Ihren Drive-Dateien zu schützen. Dazu gehört auch, welche Aktionen ausgeführt werden sollen, wenn gegen eine Regel verstoßen wird. DLP versucht, alle infrage kommenden Dateien zu scannen, wenn eine Regel hinzugefügt oder geändert wird.
  • Datenschutzregeln gelten sowohl für „Meine Ablage“ als auch für geteilte Ablagen. Für Dateien in „Meine Ablage“ gilt die DLP-Richtlinie für den Dateieigentümer. Für Dateien in einer geteilten Ablage gilt die geteilte Ablage als Dateieigentümer und die für die geteilte Ablage geltende DLP-Richtlinie ist gültig.
  • Die Zeitspanne für das Scannen der Dateien ist von verschiedenen Faktoren abhängig, z. B. von der Zahl der Dateien. Der Vorgang kann einige Stunden, einen Tag oder auch länger dauern.
  • Wenn Sie eine Regel hinzufügen oder ändern oder einen benutzerdefinierten Inhaltsdetektor ändern, der in einer Regel verwendet wird, scannt DLP die neueste Version der zuvor hochgeladenen Dateien.
  • Sie können Datenschutzregeln speziell für Google Drive oder für Google Drive und andere Google-Apps wie Google Chat oder Gmail erstellen.
  • Um sicherzustellen, dass vertrauliche Inhalte erkannt werden, erfolgt bei manchen Dokumenten mehr als ein Scan. Daher kann die Zahl der Dateien, die von einer Regeländerung betroffen sind, bei mehreren Scans unterschiedlich hoch sein.

Was wird gescannt?

  • Google Sheets, Docs und Präsentationen
  • Google Formulare, einschließlich Dateien, die als Antwort auf Dateiupload-Fragen gesendet wurden, und Formularinhalte (Fragen und Optionen)
  • Google Vids
  • Dokumentdateitypen: DOC, DOCX, HTM, HTML, ODS, ODT, PDF, PPS, PPT, PPTX, README, RTF, TAB, TSV, TXT, WPD, XLS, XLSM, XLSX, XML, XPS
  • Bilddateitypen: ARW, AI, CR2, EPS, GIF, JPE, JPEG, JPG, HEIC, HEIF, PNG, PS, SVG, SVGZ, TIF, TIFF, WebP
  • Komprimierte Dateitypen: 7Z, GTAR, RAR, TAR, TGZ, ZIP
  • Quellcodedateitypen: .c, .c++, .cc, .cpp, .cs, .cxx, .d, .h, .h++, .hh, .hpp, .hs, .hxx, .java, .js, .lhs, .mjs, .pas, .php, .pht, .pl, .pm, .py, .sh, .sql, .tcl
  • Andere Dateitypen: .323, .asc, .bib, .boo, .cfg, .cls, .conf, .csh, .css, .csv, .diff, .dot, .dxf, .eml, .etx, .gcd, .har, .htc, .hwp, .ics, .icz, .jad, .json, .kml, .kmz, .log, .ltx, .m, .markdown, .md, .mdown, .mht, .mhtml, .mkd, .mkdn, .mml, .moc, .mrw, .msg, .nrw, .odp, .orf, .p, .patch, .pef, .phtml, .pot, .raf, .rtx, .rw2, .sct, .sdc, .sdd, .sdw, .shar, .shtml, .strings, .sty, .sxc, .sxi, .sxw, .taz, .tex, .text, .tk, .tm, .ts, .uls, .url, .vcf, .vcs, .wml, .wmls, .wsc, .xht, .xhtml, .xlb, .xlt, .xltm, .xsl
  • Dateimetadaten wie Dateinamen, Vorschläge und Labels.

Weitere Informationen zu Inhaltsbeschränkungen finden Sie unter DLP-Inhaltsbeschränkungen für Google Drive.

Was wird nicht gescannt?

  • Kommentare in Google Docs, Google Sheets, Google Präsentationen und Google Zeichnungen
  • Websitecontent
  • Formularantworten (außer Dateiuploads)
  • Inhalte passwortgeschützter Dateien
  • Video- und Audiodateitypen

Trigger

Bevor Sie festlegen können, nach welchen Inhalten mit Ihrer Regel gesucht werden soll, müssen Sie den Trigger bestimmen, der den DLP-Scanvorgang auslöst. Der Trigger für Google Drive ist Drive-Dateien. Durch das Ändern der Datei wird die Datenschutzregel aktiviert.

DLP-Aktionen

Wenn sensible Inhalte gefunden werden, wird mit Ihrer Regel eine Aktion erzwungen. Sie können aus den Aktionen in der folgenden Tabelle auswählen.

Wenn Sie ähnliche Regeln mit unterschiedlichen auszulösenden Aktionen haben, hat die strengere Aktion Vorrang. Wenn beispielsweise eine Regel Nutzer warnt, wenn eine Sozialversicherungsnummer gefunden wird, und eine andere Regel die Verwendung von Sozialversicherungsnummern durch Nutzer blockiert, wird die Aktion blockiert und der Nutzer kann die Datei nicht freigeben.

Aktion Beschreibung
Externe Freigabe blockieren

Verhindert, dass ein Dokument freigegeben wird. Das Ereignis wird protokolliert.

Wenn Sie eine Regel haben, die die externe Freigabe blockiert, können Nutzer außerhalb Ihrer Organisation den Versionsverlauf von Dateien, auf die jemals eine Regel angewendet wurde, nicht aufrufen. Diese Bestimmung umfasst Regeln, mit denen Labels angewendet werden, die externe Freigabe aber nicht blockiert wird.

Auf externe Freigabe hinweisen

Wenn ein Nutzer versucht, eine Datei freizugeben, wird er darauf hingewiesen, dass sie sensible Inhalte enthält. Der Nutzer kann die Freigabe abbrechen oder auf „Trotzdem freigeben“ klicken. Die Auswahl des Nutzers wird protokolliert.

Wenn Sie für diese Aktion Benachrichtigungen aktivieren, werden sie ausgelöst, sobald sensible Inhalte erkannt werden. Dies ist unabhängig davon, ob die Datei zu diesem Zeitpunkt freigegeben wurde. Die Erkennung erfolgt in der Regel, nachdem eine Datei erstellt oder aktualisiert wurde oder sich die auf die Datei angewendeten Regeln geändert haben. Das kann auch passieren, wenn durch ein Systemupgrade die Erkennung verbessert wird. Erkennungsereignisse werden in den Regelprotokollereignissen aufgezeichnet.

Herunterladen, Drucken und Kopieren deaktivieren

Verhindert, dass Nutzer Dateien herunterladen, drucken und kopieren. Weitere Informationen finden Sie unter Verhindern, dass Nutzer Dateien herunterladen, drucken oder kopieren.

Sie können diese Aktion mit Bedingungen für den kontextsensitiven Zugriff kombinieren.

Klassifizierungslabels anwenden

Ein vorhandenes Klassifizierungslabel wird auf entsprechende Dateien angewendet. Eine Datenschutzregel kann nicht gleichzeitig ein Klassifizierungslabel als Bedingung und als Aktion haben.

Weitere Informationen finden Sie unter Klassifizierungslabels automatisch mit DLP-Regeln auf Drive-Dateien anwenden.

Nur Prüfung

Nutzer können ohne Unterbrechung fortfahren. Das Ereignis wird protokolliert.

DLP-Bedingungen

Sie können eine Datenschutzregel ohne Bedingungen erstellen. In diesem Fall gilt die Regel für alle freigegebenen oder geänderten Drive-Dateien.

Alternativ können Sie in der Datenschutzregel Bedingungen angeben, die definieren, nach welchen Inhalten oder Aktivitäten gescannt werden soll. Sie können dabei vordefinierte Datentypen verwenden oder benutzerdefinierte Tools zur Inhaltserkennung erstellen. Sie können auch mehrere Bedingungen mit den Operatoren UND, ODER oder NICHT kombinieren.

Weitere Informationen finden Sie unter Vordefinierte Inhaltsdetektoren verwenden, Benutzerdefinierte Detektoren erstellen und Beispiele für Regeln mit verschachtelten Bedingungsoperatoren.

Zu scannender Inhaltstyp Wonach soll gesucht werden? Details und Nutzung
Alle Inhalte

Stimmt mit vordefiniertem Datentyp überein

Enthält Textstring

Übereinstimmung mit regulärem Ausdruck

Stimmt mit Wörtern aus der Wortliste überein

Es wird der gesamte Inhalt gescannt, einschließlich Titel, Text und Änderungsvorschläge. Wenn vertrauliche Informationen gefunden werden, die mit einem der folgenden Parameter übereinstimmen, werden Maßnahmen getroffen:

  • Ein vordefinierter Datentyp, z. B. Global – E‑Mail-Adresse oder USA – Sozialversicherungsnummer
  • Ein angegebener Textstring
  • Muster, die durch einen regulären Ausdruck definiert werden
  • Wörter aus einer benutzerdefinierten Liste
Text

Stimmt mit vordefiniertem Datentyp überein

Enthält Textstring

Übereinstimmung mit regulärem Ausdruck

Stimmt mit Wörtern aus der Wortliste überein

Durchsucht den Inhalt der Datei nach vertraulichen Informationen.

Klassifizierungslabel

Ist

Gibt an, ob ein Klassifizierungslabel auf die Datei angewendet wurde. Eine Datenschutzregel kann nicht gleichzeitig ein Klassifizierungslabel als Bedingung und als Aktion haben.

Weitere Informationen finden Sie unter Klassifizierungslabels automatisch mit DLP-Regeln auf Drive-Dateien anwenden.

Status der Dateiverschlüsselung

Nicht clientseitig verschlüsselt

Ist clientseitig verschlüsselt

Gibt an, ob die Datei verschlüsselt ist. Weitere Informationen finden Sie im Hilfeartikel Daten Ihrer Organisation mit der clientseitigen Verschlüsselung schützen.

Änderungsvorschläge

Stimmt mit vordefiniertem Datentyp überein

Enthält Textstring

Enthält Wort

Übereinstimmung mit regulärem Ausdruck

Stimmt mit Wörtern aus der Wortliste überein

Scannt Inhalte, die der Datei im Modus Vorschläge hinzugefügt wurden.

Titel

Stimmt mit vordefiniertem Datentyp überein

Enthält Textstring

Enthält Wort

Endet mit

Beginnt mit

Übereinstimmung mit regulärem Ausdruck

Stimmt mit Wörtern aus der Wortliste überein

Durchsucht Dateititel nach vertraulichen Informationen.

Regel erstellen

Nachdem Sie festgelegt haben, was die Regel bewirken soll, können Sie diese erstellen. Weitere Informationen finden Sie unter Datenschutzregeln erstellen.

Häufige Anwendungsfälle

In der folgenden Tabelle finden Sie Beispiele dafür, wie Sie einen Trigger (was der Nutzer tut), Bedingungen (was geprüft wird) und eine bestimmte Aktion (die Erzwingung) kombinieren, um eine DLP‑Richtlinie zu definieren. So verwenden Sie diese Tabelle:

  1. Wählen Sie einen Trigger aus.
  2. Ordnen Sie die Bedingungswerte den entsprechenden Optionen zu.
  3. Wählen Sie eine Aktion aus.
Es kann bis zu 24 Stunden dauern, bis Änderungen wirksam werden, meistens geht es jedoch schneller. Weitere Informationen
Anwendungsfall Auslöser Bedingung Aktion
Freigabe von Dateien blockieren, wenn Inhalte Sozialversicherungsnummern enthalten

Google Drive und dannDrive-Dateien

Inhaltstyp:Alle Inhalte

Übereinstimmung: Stimmt mit vordefiniertem Datentyp überein

Datentyp:USA – Sozialversicherungsnummer

Schwellenwert für die Wahrscheinlichkeit:Hoch

Mindestanzahl eindeutiger Übereinstimmungen:1

Mindestanzahl der Übereinstimmungen:1

Externe Freigabe blockieren
Externe Freigabe in Google Drive und Anhänge in Chat-Nachrichten blockieren, die eine Reisepassnummer enthalten

Google Drive und dannDrive-Dateien

AND

Google Chatund dannDatei hochgeladen

Inhaltstyp:Alle Inhalte

Übereinstimmung: Stimmt mit vordefiniertem Datentyp überein

Datentyp:Global – Passnummer

Schwellenwert für die Wahrscheinlichkeit:Hoch

Mindestanzahl eindeutiger Übereinstimmungen:1

Mindestanzahl der Übereinstimmungen:1

Google Drive: Externe Freigabe blockieren

Google Chat: Nachricht blockieren

Nutzer warnen, wenn sie eine Datei freigeben, deren Titel den Projektnamen oder das entsprechende Akronym enthält Google Drive und dannDrive-Dateien

Bedingung 1:

Abgleich: Enthält Textstring

Wert:SpiderWeb

OR

Bedingung 2:

Abgleich: Enthält Textstring

Wert:SpdW

Auf externe Freigabe hinweisen

Benachrichtigungen prüfen, im Blick behalten und untersuchen