Als IT-Administrator ist der Schutz der Privatsphäre und die Sicherheit der Kommunikationstools Ihres Unternehmens eine Ihrer wichtigsten Aufgaben. Google Beam wurde entwickelt, um die Remote-Kommunikation durch den Einsatz fortschrittlicher räumlicher Verarbeitung natürlicher und realistischer zu gestalten. In diesem Dokument wird beschrieben, wie wir bestimmte Daten verarbeiten, sichern und schützen, die diese 3D-Funktion ermöglichen. So erhalten Sie die technischen Informationen, die für die Bereitstellung im Unternehmen erforderlich sind.
Funktionsweise der Technologie
Google Beam verwendet eine Reihe von Kameras und Mikrofonen, um das Gesicht und die Stimme der Nutzer sowie ihre Umgebung zu erkennen. Der Algorithmus von Google Beam verwendet Gesichts- und Sprachdaten sowie bestimmte Daten, die aus Gesichtsdaten, Sprachdaten und Daten zur Umgebung der Nutzer abgeleitet werden (diese abgeleiteten Daten werden als „Beam-Modelldaten“ bezeichnet). Diese Daten werden aus den Videostreams verwendet, um die Tiefe zu ermitteln und ein 3D-Modell der Nutzer und ihrer Umgebung zu erstellen. So kann das System die Perspektive in Echtzeit anpassen und dafür sorgen, dass die Kameras während des Anrufs ausgerichtet bleiben, um Personen und Gegenstände im 3D-Raum zu erfassen. Bestimmte Beam-Modelldaten können in einigen Rechtsprechungen als biometrische Daten betrachtet werden.
Weitere Informationen zur Datenerhebung, ‑nutzung und ‑speicherung finden Sie im Abschnitt Daten verarbeitung.
Wichtige Datenschutzverpflichtungen
Google Beam erfüllt die folgenden Verpflichtungen:
- Keine Werbung: Google verkauft Ihre personenbezogenen Daten nicht. Beam-Modelldaten werden nicht zu Werbezwecken verwendet.
- Kein KI-Training: Google verwendet Ihre 3D-Modelle oder Video- oder Audio streams nicht, um seine grundlegenden oder generativen KI-Modelle zu trainieren.
Sicherheit auf Unternehmensniveau
Google Beam schützt Ihre Daten mit einer mehrschichtigen Sicherheitsstrategie:
- Verschlüsselung während der Übertragung: Alle Video- und Audiodatenstreams werden bei der Übertragung zwischen dem Gerät mit Google Beam und Google Cloud mit branchenüblichen Protokollen verschlüsselt, darunter Datagram Transport Layer Security (DTLS) und Secure Real-time Transport Protocol (SRTP).
- Sicherheit auf Hardware-Ebene: Das Gerät mit Google Beam verwendet robuste Sicherheitsmaßnahmen, um die Systemintegrität zu gewährleisten und unbefugte Manipulationen an den Komponenten zu verhindern.
- Administrative Steuerung: Administratoren verwalten Geräte mit Google Beam über vertraute, zentrale Tools: die Admin-Konsole für Meet-Nutzer oder das Zoom-Webportal für Zoom-Nutzer.
Datenverarbeitung
Datenverarbeitung
Google fungiert als Datenauftragsverarbeiter für die Video- und Audiostreams eines Google Beam-Anrufs und für Beam-Modelldaten. Das bedeutet, dass Google diese Daten nur gemäß den Anweisungen des Kunden verarbeitet.
Google fungiert als Datenverantwortlicher für Google Beam-Daten wie Kontoinformationen, Abrechnungsverlauf und Telemetriedaten von Diagnosegeräten. Das bedeutet, dass Google den Zweck und die Mittel der Verarbeitung bestimmen kann.
Aufbewahrung und Löschen von Daten
Video- und Audiostreams, die während Google Beam-Anrufen von Nutzern verarbeitet werden, werden nach Beendigung des Anrufs umgehend gelöscht. Beam-Modelldaten werden entweder nach Beendigung des Anrufs umgehend gelöscht oder bis zu 72 Stunden lokal auf dem Gerät gespeichert und dann gelöscht.
Häufig gestellte Fragen
Werden diese Daten verwendet, um mich zu identifizieren?
Nein, diese Daten werden nicht verwendet, um bestimmte Personen zu identifizieren.
Wo werden die Daten verarbeitet und gespeichert?
Die Datenverarbeitung erfolgt auf Ihrem lokalen Gerät mit Google Beam und in Google Cloud-Diensten. Beam-Modelldaten werden direkt auf dem Gerät generiert und gespeichert. Video- und Audiostreams werden an einen Google Cloud-Dienst gesendet, wo der Google Beam-Algorithmus die Erstellung eines 3D-Modells ermöglicht.
Wie werden Aufzeichnungen von Google Beam-Anrufen gespeichert?
Die Aufzeichnungsfunktion wird derzeit nur auf Geräten mit Google Beam für Standard-Videoanrufe unterstützt und nicht für 3D-Anrufe mit Google Beam.
Wenn Sie Google Beam für Meet verwenden, werden Aufzeichnungen gemäß den Sicherheits- und Datenschutzverfahren von Meet verwaltet. Weitere Informationen zu den Aufbewahrungsrichtlinien von Google Meet
Weitere Informationen zu Sicherheit und Datenschutz in Google Meet sowie zu Best Practices für die Sicherheit bei Besprechungen finden Sie unter Google Meet – Sicherheit und Datenschutz für IT-Administratoren.
Wenn Sie Google Beam für Zoom verwenden, speichert Google keine Aufzeichnungen von Standard-Videoanrufen für Google Beam für Zoom. Weitere Informationen zu Cloud-Aufzeichnungen und lokalen Computer aufzeichnungen finden Sie in der Zoom-Dokumentation. Diese unterliegen auch den Zoom Nutzungsbedingungen Ihres Unternehmens.
Compliance und Zertifizierungen
Google Beam basiert auf der weltweit anerkannten sicheren Infrastruktur von Google. Wir legen großen Wert auf eine robuste Compliance, einschließlich der Einhaltung anwendbarer lokaler Gesetze und Bestimmungen wie der DSGVO, sofern zutreffend.
Google Beam strebt formelle Zertifizierungen an:
- ISO und SOC: Wir streben an, die Compliance mit ISO 27001, ISO 9001, SOC 1, SOC 2 und SOC 3 bis zur oder kurz nach der allgemeinen Verfügbarkeit im Jahr 2026 zu erreichen.
- Branchenstandards: Wir entwickeln aktiv unsere Roadmap für zusätzliche Zertifizierungen wie HIPAA, FedRAMP und FINRA, um Kunden in stark regulierten Branchen zu unterstützen.