Übersicht: Große Livestreams hosten

Mit dem Enterprise Content Delivery Network (eCDN) von Google Meet können Sie Livestreams für bis zu 100.000 Personen hosten. Mit Meet eCDN können Sie Ihre großen Events mit bis zu 95% weniger Bandbreite streamen und dabei trotzdem eine hohe Qualität und niedrige Latenz beibehalten.

Livestreams mit eCDN hosten

eCDN ist in Meet integriert und wird bei Livestreams automatisch gestartet, nachdem ein Administrator es eingerichtet hat. Endnutzer müssen nichts weiter tun.

Meet eCDN bietet Monitoring- und Analysefunktionen. Weitere Informationen zum Meet-Qualitätstool (MQT) finden Sie unter Statistiken für Livestreams mit eCDN erfassen.

Funktionsweise von eCDN

Wenn eCDN in Meet aktiviert ist, können Livestream-Zuschauer in einem lokalen Netzwerk gestreamte Medien mit anderen Nutzern im Netzwerk teilen. Das wird als P2P-Sharing bezeichnet. Die meisten Geräte empfangen die per Livestream übertragenen Medien von Geräten in der Nähe und müssen sie nicht von den Google-Servern abrufen. Dadurch wird die für Zuschauer des Livestreams verwendete Gesamtbandbreite drastisch reduziert, während die extrem niedrige Latenz beibehalten wird.

Ohne eCDN sendet das Media-Backend von Meet den Stream einzeln an alle Zuschauergeräte. Wenn eCDN eingerichtet ist, sendet das Backend Medien an eine viel geringere Anzahl von Geräten in diesem Netzwerk.

Geräte, die Medien direkt vom Media-Backend empfangen, werden als Stammknoten bezeichnet. Sie verwenden die eCDN-Technologie, um den Stream mit sehr niedriger Latenz an andere Zuschauergeräte im Netzwerk zu senden, die als untergeordnete Knoten bezeichnet werden. Die ersten untergeordneten Knoten, die den Stream empfangen, leiten die Medien an eine weitere Gruppe untergeordneter Knoten weiter. Das dauert so lange, bis alle Zuschauergeräte Zugriff auf den Stream haben.

Geräte bleiben während des gesamten Livestreams mit Meet eCDN verbunden, um regelmäßige Updates für ein optimales Streaming zu erhalten.

Informationen zur eCDN-Topologie

Die genaue Art und Weise, wie Geräte verbunden sind und Daten austauschen, wird als eCDN-Topologie des Netzwerks bezeichnet, auch Netzwerkregeln genannt. Administratoren konfigurieren die eCDN-Topologie in der Admin-Konsole für ihre eigene Organisation.

Ein eCDN-Tracker-Server erzwingt die eCDN-Topologie, die der Administrator für sein Netzwerk festlegt. Der Tracker verwaltet auch die gemeinsame Nutzung von Media zwischen Geräten und misst kontinuierlich die Leistung aller Peers, um sicherzustellen, dass das Peering effektiv ist.

Sie können eCDN-Richtlinien auf Organisations- oder Organisationseinheitsebene festlegen. Es gibt keine Einstellungen auf der Ebene einzelner Nutzer oder Geräte.

Informationen dazu, welche Daten Google benötigt, um den Traffic zu optimieren

Meet eCDN verwendet IP-Bereiche, die der Administrator in der Admin-Konsole speichert, um Geräte zu verbinden. eCDN für Meet muss außerdem wissen, welche Geräte keine Verbindung herstellen können oder dazu nicht zugelassen sein sollten.

Google sieht außerdem:

  • Die persönliche Workspace-ID und die Organisations-ID des Nutzers
  • Den Zeitstempel für die Erstellung des Tokens
  • Konfigurationsdaten für Meet eCDN

Informationen zu Sicherheitsmaßnahmen, die Google für Ihre Daten ergreift

Google setzt auf starke Sicherheitsmaßnahmen, um Ihre Daten sowohl während der Übertragung als auch im Ruhezustand zu schützen.

  • Alle nutzerbezogenen Daten werden verschlüsselt, wenn sie über ein Netzwerk gesendet werden.
  • Nutzer werden anhand ihres Google Workspace-Kontos identifiziert
  • Alle digitalen Tokens, IDs oder Cookies, die durch den Authentifizierungsprozess generiert werden, laufen ab, um Diebstahl zu verhindern.