Standardrouting für Ihre Organisation einrichten

Als Google Workspace-Administrator können Sie mit der Einstellung Standardrouting festlegen, wie eingehende E-Mails von internen und externen Absendern für Ihre Organisation zugestellt werden. Beim Standardrouting legen Sie Empfängeradressen fest und bestimmen dann die Aktionen, die für Nachrichten an die Empfänger ausgeführt werden sollen.

Standardrouting und Routing in Google Workspace

Google Workspace bietet Administratoren zwei grundlegende Routingeinstellungen für die Verwaltung der E-Mail-Zustellung: Standardrouting und Routing. Verwenden Sie das Standardrouting, um die Standard-E-Mail-Zustellung für Ihre Organisation einzurichten. Wenn Sie beispielsweise alle oder einen Großteil der E-Mails Ihrer Organisation an mehrere Posteingänge senden möchten, verwenden Sie das Standardrouting, um die zweifache Zusendung für Ihre gesamte Organisation einzurichten. Verwenden Sie anschließend die Einstellung „Routing“, um speziellere Regel für die E-Mail-Zustellung zu erstellen oder das Standardrouting-Verhalten zu überschreiben. Sie können beispielsweise eine Routingregel hinzufügen, bei der eine Kopie jeder Nachricht an den CEO an den Executive Assistant des CEO gesendet wird.

Diese beiden Routingeinstellungen ermöglichen eine flexible Einrichtung der E-Mail-Zustellung für Ihre Organisation. Eine detaillierte Anleitung dazu, wie Sie diese beiden Einstellungen verwenden, um bestimmte Anforderungen für die E-Mail-Zustellung in Ihrer Organisation zu erfüllen, finden Sie in diesen Artikeln:

Reihenfolge für Standardroutingeinstellungen festlegen

Sie können bis zu 1000 Standardroutingeinstellungen erstellen. Standardroutingeinstellungen haben eine niedrigere Priorität als andere Gmail-Routingeinstellungen, einschließlich der Compliance-Einstellungen für Inhalte und Anhänge.

Wenn Sie die Priorität der Standardroutingeinstellungen ändern möchten, ändern Sie deren Reihenfolge in der Einstellungstabelle:

  1. Klicken Sie neben der Einstellung auf Neu anordnen.
  2. Geben Sie eine Zahl ein, um die Priorität und Reihenfolge der Einstellung anzugeben. Geben Sie beispielsweise für die Einstellung „Priorität“ den Wert 1 ein.
  3. Klicken Sie auf Speichern.
  4. Wiederholen Sie die Schritte für alle Einstellungen, die Sie priorisieren möchten.

Einstellungen mit der Aktion Ablehnen haben immer die höchste Priorität. Dies gilt auch, wenn Sie bereits eine andere Einstellung mit einer höheren Priorität konfiguriert haben.

Wichtig: Google Workspace wendet alle Routingeinstellungen auf die betroffenen eingehenden Nachrichten an. Wenn Einstellungen miteinander in Konflikt stehen, wird in Google Workspace die Einstellung mit der höheren Priorität angewendet und diejenige mit der niedrigeren Priorität ignoriert. Hier finden Sie ausführliche Informationen zu in Konflikt stehenden Konsequenzen und Ausnahmen beim Vorrang für Gmail-Einstellungen.

In diesem Artikel werden alle Optionen beschrieben, die in der Einstellung Standardrouting verfügbar sind.

Standardrouting einrichten

  1. Öffnen Sie in der Admin-Konsole das Dreistrich-Menü und dann Apps und dann Google Workspace und dann Gmail und dann Standardrouting.

    Hierfür ist die Administratorberechtigung für die Gmail-Einstellungen erforderlich.

  2. Klicken Sie auf Konfigurieren oder Weitere Regel hinzufügen.
  3. Führen Sie im Feld Einstellung hinzufügen folgende Schritte aus:

    Einstellungsoption Was muss ich tun?
    Envelope-Empfänger angeben zur Übereinstimmung mit
    • Einzelner Empfänger: Legen Sie einen einzelnen Empfänger fest. Geben Sie dafür dessen E-Mail-Adresse ein, z. B. max-mustermann@beispiel.de.
    • Schemaabgleich: Geben Sie einen regulären Ausdruck ein, um mehrere Empfänger in der Domain anzugeben.
    • Gruppenmitgliedschaft: Wählen Sie Empfänger aus einer Gruppe bzw. aus mehreren Gruppen in der Liste aus. Erstellen Sie Gruppen auf dem Tab Gruppen. Diese Option betrifft sowohl direkte als auch untergeordnete Gruppenmitglieder. Wenn Gruppe B beispielsweise Mitglied von Gruppe A ist, sind die Nutzer in Gruppe B untergeordnete Mitglieder von Gruppe A.
    • Allen Empfängern: Diese Option umfasst alle E-Mail-Adressen in Ihrem Google Workspace-Konto. Sie gilt sowohl für erkannte als auch für nicht erkannte E-Mail-Adressen.

      Nicht erkannte Adressen: Eine nicht erkannte E-Mail-Adresse ist eine Adresse für einen gesperrten Nutzer, eine Adresse für einen Nutzer, dessen Gmail-Zugriff deaktiviert ist, oder eine Adresse, die eine Ihrer bestätigten Domains enthält, aber nicht mit einem Nutzer in Ihrem Google Workspace-Konto verknüpft ist.

    Wenn der Envelope-Empfänger mit dem Obenstehenden übereinstimmt, Folgendes ausführen

    Wählen Sie die Hauptaktion für die betroffenen Nachrichten aus:

    • Nachricht ändern:Betroffene Nachrichten ändern. Legen Sie fest, dass Nachrichten mit den unten stehenden Optionen zum Ändern von Nachrichten geändert werden.
    • Nachricht ablehnen:Die Nachricht wird abgelehnt, bevor sie an den Empfänger zugestellt wird. Sie können eine Nachricht hinzufügen, mit der der Absender über den Grund dafür informiert wird. Mit dieser Option werden keine anderen Routing- oder Complianceregeln auf die betroffenen Nachrichten angewendet. Routingeinstellungen mit der Option „Nachricht ablehnen“ haben immer die höchste Priorität beim Routing. Weitere Informationen finden Sie unter Reihenfolge für Standardroutingeinstellungen festlegen. Wenn Nachrichten abgelehnt werden, fügt Gmail automatisch einen SMTP-Ablehnungscode hinzu, z. B. 550 5.7.1. Dies ist eine Anforderung des SMTP-Standards. Die Codes können nicht entfernt werden.
    Nachricht bearbeiten

    Wenn für betroffene Nachrichten die Option Nachricht ändern ausgewählt ist, können Sie mit diesen Optionen festlegen, wie Nachrichten geändert werden:

    • Header für X-Gm-Original-To hinzufügen: Wenn der Empfänger geändert wird, wird ein Header-Tag hinzugefügt, damit der Empfängerserver den ursprünglichen Envelope-Empfänger sieht. Header-Tags haben z. B. folgendes Format: X-Gm-Original-To: user@solarmora.com.
    • Header für X-Gm-Spam und X-Gm-Phishy hinzufügen: Fügen Sie Header hinzu, die den Spam- und Phishingstatus einer Nachricht angeben. Administratoren eines empfangenden Servers verwenden diese Informationen, um Regeln für die Spamverwaltung einzurichten. Weitere Informationen finden Sie unter Allen Standardrouting-Regeln eine Einstellung für Spam-Header hinzufügen.
    • Benutzerdefinierte Header hinzufügen: Sie können Nachrichten, die von dieser Einstellung betroffen sind, benutzerdefinierte Header hinzufügen. Ein Beispiel ist ein Header, der mit der Beschreibung für die entsprechende Einstellung übereinstimmt. Mit benutzerdefinierten Headern können Sie Probleme mit Routingeinstellungen und der Nachrichtenzustellung beheben.
    • Benutzerdefinierten Betreff voranstellen: Hiermit wird für bestimmte Nachrichten benutzerdefinierter Text am Anfang der Betreffzeile hinzugefügt. Geben Sie beispielsweise Vertraulich für Nachrichten mit sensiblen Inhalten ein. Wenn diese Einstellung auf eine Nachricht mit dem Betreff Monatlicher Bericht angewendet wird, ändert sich die Betreffzeile zu [Vertraulich] Monatlicher Bericht.
    • Route ändern: Sie können das Nachrichtenziel vom Standard-Gmail-Server auf einen anderen E-Mail-Server festlegen. Bevor Sie die Route ändern können, müssen Sie den Server hinzufügen. Folgen Sie dazu der Anleitung im Hilfeartikel E-Mail-Server für die Gmail-E-Mail-Weiterleitung hinzufügen.
    • Envelope-Empfänger ändern: Die Nachricht wird am Postfach des ursprünglichen Empfängers vorbeigeleitet und geht an den neuen Empfänger. Ändern Sie den Envelope-Empfänger auf eine der folgenden Arten:
      • Vollständige E-Mail-Adresse des Empfängers ersetzen: Geben Sie nach Empfänger ersetzen die vollständige E-Mail-Adresse ein, z. B. user@solarmora.com.
      • Nutzername ersetzen: Ändern Sie nur den Nutzernamen der E-Mail-Adresse des Empfängers (der Teil vor @bestehende-domain) und behalten Sie die Domain bei. Geben Sie nur den Nutzernamen ohne das @-Zeichen oder den Domainnamen ein.
      • Domain ersetzen: Wenn Sie nur die Domain der E-Mail-Adresse des Empfängers ändern und den Nutzernamen beibehalten möchten, geben Sie nach bestehender-nutzername@ die Domain ein, z. B. solarmora.com.
    • Spamfilter für diese Nachricht umgehen: Eingehende Nachrichten werden an Empfänger zugestellt, auch wenn sie als Spam eingestuft wurden. Diese Option betrifft nur eingehende Nachrichten. Bei ausgehenden Nachrichten lassen sich Spamfilter nicht umgehen. Hinweis: Diese Option ist für den Kontotyp „Gruppen“ nicht verfügbar. Weitere Informationen finden Sie im Hilfeartikel Betroffene Kontotypen.
    • Anhänge aus Nachricht entfernen: Sie können Anhänge aus betroffenen Nachrichten entfernen. Sie können den Empfängern auch mitteilen, dass Anhänge entfernt wurden.
    • Weitere Empfänger hinzufügen: Betroffene Nachrichten werden an mehr Empfänger zugestellt. Klicken Sie auf Hinzufügen, um Empfängeradressen einzugeben. Wählen Sie im Feld Einstellung hinzufügen für diese Optionen die Option Erweitert aus:
      • Route ändern
      • Envelope-Empfänger ändern
      • An diesen Empfänger keinen Spam übermitteln
      • Zurückweisungen von diesem Empfänger unterdrücken
      • Header für X-Gm-Original-To hinzufügen
      • Header für X-Gm-Spam und X-Gm-Phishy hinzufügen
      • Benutzerdefinierten Header hinzufügen
      • Benutzerdefinierten Betreff voranstellen
      • Anhänge aus der Nachricht entfernen
    Optionen

    Wählen Sie eine Option aus, um die E-Mail-Adressen anzugeben, auf die sich diese Einstellung auswirkt:

    • Diese Aktion nur bei nicht erkannten Adressen ausführen
    • Diese Aktion bei erkannten und nicht erkannten Adressen ausführen

    Nicht erkannte Adressen: Eine nicht erkannte E-Mail-Adresse ist eine Adresse für einen gesperrten Nutzer, eine Adresse für einen Nutzer, dessen Gmail-Zugriff deaktiviert ist, oder eine Adresse, die eine Ihrer bestätigten Domains enthält, aber nicht mit einem Nutzer in Ihrem Google Workspace-Konto verknüpft ist.

  4. Klicken Sie unten auf Speichern.

Es kann bis zu 24 Stunden dauern, ehe Änderungen wirksam werden – meistens geht es jedoch schneller. Weitere Informationen Sie können Änderungen im Audit-Log für die Admin-Konsole überwachen.


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